14. Oktober 2020

5 Fragen an … unseren Nachhaltigkeitsexperten Robert Sattler

Unser Projektteam stellt sich vor: Unser Nachhaltigkeitsbeauftragter Robert Sattler beantwortet heute fünf Fragen rund um sein Fachgebiet. Außerdem erläutert er, welche Maßnahmen MUCcc zu einem der nachhaltigsten Konzert- und Kongresszentren Europas machen werden.

 

Was ist Ihre Aufgabe bei MUCcc?

In meiner Rolle als Sustainability Officer der SWMUNICH Real Estate integriere ich das Thema Nachhaltigkeit in alle Geschäftsprozesse und stelle ein funktionstüchtiges Nachhaltigkeitsmanagement-System sicher. Es ist natürlich toll, wenn man ein Großprojekt wie das MUCcc von Anfang an mitgestalten und positiv beinflussen kann. Das multifunktionale Konzert- und Kongresszentrum soll auch in Sachen Nachhaltigkeit zu den Top-Adressen in Europa gehören. Dafür setze ich mich ein.

 

Was bedeutet für Sie „Nachhaltigkeit“ – sowohl privat als auch beruflich?

Nachhaltigkeit ist für mich eine Lebenseinstellung und Haltung. Ich bin davon überzeugt, dass langfristiges Denken und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten Stabilität schafft und zu langfristigem Erfolg führt. Mein Anspruch an mich selbst ist es, durch meine Arbeit einen messbaren Beitrag zu allen Aspekten der Nachhaltigkeit zu leisten. Wenn jeder diesen Gedanken in seinen Alltag integriert, werden wir Eisbären zukünftig nicht nur im Zoo bewundern können.

 

Wie kann Nachhaltigkeit bei einem multifunktionalen Konzert- und Kongresszentrum wie MUCcc aussehen?

Absolut essenziell für den Erfolg des multifunktionalen Konzert- und Kongresszentrums (auch) in punkto Nachhaltigkeit: Die Initiatoren dieses Projektes kommen aus der Region und brennen für das Thema. Sie sind der festen Überzeugung, dass man quasi vor der Haustür einen Mehrwert für die Menschen in der Metropolregion und darüber hinaus schaffen kann.

Nachhaltigkeit wird bei MUCcc von Anfang an mitgedacht. Sie beginnt bereits bei der Standortauswahl und zieht sich dann durch die Bereiche Planung und Architektur, Bau und Betrieb. Der nachhaltige Ressourceneinsatz (z. B. bei der Energie- und Wasserversorgung), die langfristige Bewirtschaftung und ein nachhaltiges Mobilitätskonzept sind beispielsweise drei große Maßnahmen, die wir im Projektverlauf umsetzen werden.

 

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Nachhaltigkeit erlebbar“ machen?

Die Besucher sollen Nachhaltigkeit anfassen, spüren und sehen können – und sogar daran mitwirken, das MUCcc ressourcenfreundlich zu gestalten. Ich denke dabei zum Beispiel an Pflanzen, die ganz natürlich ins Erscheinungsbild integriert werden.  Oder an smart-elektrische Transportmittel, die von unseren Besuchern genutzt werden könnten. Die Möglichkeiten sind wirklich vielseitig. Wir arbeiten bereits mit unseren Partnern in Sachen Konzeptentwicklung und Architektur daran, diese zu verwirklichen.

 

Schließen sich Nachhaltigkeit, Architektur und Wirtschaftlichkeit gegenseitig aus?

Absolut nicht – im Gegenteil! Bekanntermaßen lassen sich durch ein ressourceneffizientes und gut erreichbares Gebäude, das erneuerbare Energien sinnvoll integriert, Energie und Wasser und damit auch eine Menge an Geld und CO2-Emissionen sparen.  Und wenn wir die Besucher dafür begeistern können, haben wir einen fantastischen Multiplikatoreneffekt.